| Glaukom |
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Der Sehnerv leitet die Lichtimpulse von der Augennetzhaut an das Gehirn weiter, wo sie zu optischen Sinneseindrücken werden. Ist der Sehnerv schlecht durchblutet oder durch ungünstige Druckverhältnisse im Auge geschädigt, entsteht ein Glaukom. Die Nervenfasern haben dort gelitten, wo sie aus der Netzhaut austreten: am Sehnervenkopf. Die mit Abstand häufigste Ursache eines Glaukoms ist ein erhöhter Augeninnendruck. Es gibt allerdings auch Normal- oder Niederdruckglaukome. Hier sind Schäden am Sehnervenkopf eingetreten, obwohl der Druck noch im statistisch definierten Normalbereich liegt (10 bis 21 mmHg). Zur Therapie gibt es gut wirksame Medikamente in Form von Augentropfen: Wenn sie regelmäßig und nach Verordnung angewendet werden, können sie den Augendruck senken und die Glaukomentwicklung meist aufhalten. Manchmal ist jedoch auch ein Eingriff mit dem Laser oder eine Augenoperation erforderlich. Ein Glaukomanfall – Anzeichen sind vor allem starke Augen- und Kopfschmerzen sowie beeinträchtigtes Sehvermögen – ist wegen akuter Erblindungsgefahr immer eine Notlage, die umgehend in die Hand des Augenarztes gehört. |

