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Der Knorpel

Alle knöchernen Gelenkanteile sind mit einer glatten, dünnen Knorpelschicht überzogen. Sie schützt den Knochen bei Belastung wie eine Art Stoßdämpfer. Zusammen mit der Gelenkschmiere (Synovia), einer zähen Flüssigkeit, die den Gelenkspalt füllt und von der Gelenkinnenhaut gebildet wird, vermindert der Knorpel die Reibung bei Bewegungen.

Der Knorpel enthält keine Blutgefäße und wird deshalb über die gut durchblutete Gelenkinnenhaut versorgt. Sie gibt Nährstoffe in die Gelenkflüssigkeit ab, die dann in die Knorpelschicht einsickern. Abfallprodukte werden mit der verbrauchten Gelenkflüssigkeit über die Gelenkinnenhaut abtransportiert. Dieser Vorgang der Ver- und Entsorgung wird auch als Diffusion bezeichnet. Jede Bewegung „ölt“ das Gelenk mit frischer Schmiere und bewirkt gleichzeitig die Verteilung der Nährstoffe im Gelenkspalt. Bei Bewegungsmangel wird der Knorpel regelrecht „unterernährt“. Daher sind Bewegung und Belastung der Gelenke so wichtig für die Funktion und Lebensdauer des Knorpels.